Wie die Private Wealth Police beim Vererben und Vermögensschutz hilft

Ein Beispiel:

Die Firma des Unternehmers Schmidt arbeitet regelmäßig mit hohen Kreditlinien. Die Gefahr besteht, dass im Falle des Todes von Herrn Schmidt das Unternehmen hoch verschuldet ist. Herr Schmidt möchte für diesen Fall Vorsorge für seine Familie (Ehefrau und zwei Kinder) betreiben.

In diesem „Todes“-Fall hinterließe Herr Schmidt beispielhaft eine Firma mit 1,5 Million € Schulden. Das private Wertpapiervermögen soll sich auf 1 Million € belaufen. Weitere Vermögenswerte sollen aus Vereinfachungsgründen nicht vorhanden sein oder gehören bereits Frau Schmidt.

Die Nachlass von Unternehmer Schmidt ist somit 500.000 € überschuldet.

Denn dem Privatvermögen in Höhe von 1 Million € werden mit den Nachlassverbindlichkeiten in Höhe von 1,5 Million € verrechnet. Die Familie müsste das Erbe ausschlagen (6 Wochen Zeit!), um nicht selbst in finanzielle Nöte zu kommen.

Lösungsansatz

Das liquide Privatvermögen des Herrn Schmidt, das bisher bei der Bank des Unternehmers im Depot angelegt war, wird in die Private Wealth Police eingezahlt.

Vertragsgestaltung der Lebensversicherung:

Versicherungsnehmer und versicherte Person: Herr Schmidt

Bezugsberechtigte Personen im Todesfall:

Frau Schmidt zu 40% (= 400.000 €), Tochter Schmidt zu 30% (= 300.000 €), Sohn Schmidt zu 30% (= 300.000 €)

Der Vertrag wurde fünf Jahre vor dem Tod des Unternehmers Schmidt abgeschlossen!

Ergebnis

  1. Die Familie Schmidt kann und sollte das Erbe und somit die Nachlassschulden ausschlagen.
  2. Da über den Versicherungsvertrag Bezugsrechte definiert wurden, fällt die Versicherungsleistung nicht in den Nachlass und steht den Begünstigten unmittelbar zur Verfügung.
  3. Die Todesfallleistung ist einkommensteuerfrei.
  4. Die Todesfallleistung unterliegt hierbei der Erbschaftsteuer. Da jedoch die Freibeträge (für die Ehefrau 500.000 € und jeweils für die Kinder 400.000 €) nicht überschritten werden, fällt auch faktisch keine Erbschaftsteuer an.
  5. Da der Vertrag fünf Jahre vor dem Todesfall geschlossen wurde, können die Gläubiger der Firma des Herrn Schmidt auch keine Anfechtung betreiben.

Kommentar

Neben dem Vorteil der Vermeidung langwieriger Erbauseinandersetzungen behält auch ein Erbe des gegebenenfalls überschuldeten Unternehmer-Nachlasses als Begünstigter einen Anspruch auf Auszahlung der Versicherungsleistung, trotz möglicher Ausschlagung des Erbes. Werden als Begünstige die Erben in den Versicherungsvertrag eingesetzt, so fällt im Erbfall die Versicherungsleistung ebenfalls nicht in den Nachlass. Auch hier können die Erben als Bezugsberechtigte gemäß §160 Abs. 2 VVG den Anspruch auf Auszahlung der Versicherungsleistung auch nach Ausschlagung des gegebenenfalls überschuldeten Nachlasses behalten.

Weitere Beispiele können Sie in meinem eBook zur Private Wealth Police bzw. Asset Protection nachlesen. Die eBooks können Sie kostenlos downloaden unter: https://www.private-wealth-police.de/ebook/

Wichtiger Hinweis: Bei dem verfassten Text handelt es sich um die Meinung des Autors. Er stellt weder eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung oder eine Beratung dar. Beratungen können immer nur persönlich geschehen. Wenn Sie eine Beratung wünschen, nutzen Sie bitte eine der Kontaktmöglichkeiten.