Liechtenstein bietet ein interessantes Umfeld, um Vermögen mit Blick auf die Zukunft zu sichern und zu entwickeln. Zu den häufigsten Formen der Stiftung in Liechtenstein gehört die Familienstiftung. Oft werden in Liechtenstein auch Unternehmensstiftungen gegründet

Liechtenstein hat sich als stabiler Wirtschafts- und Finanzplatz etabliert. So erwirtschaftet das kleine Fürstentum ein Bruttosozialprodukt pro Einwohner von rund 165.000 US-Dollar, einer der höchsten Werte weltweit. Wie die Schweiz ist Liechtenstein Mitglied der Vereinten Nationen (UNO) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA), nicht aber der Europäischen Union (EU). Zudem gehört das Land dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) an. Das Land verfügt über ein kontinuierliches AAA-Rating, kommt ohne Staatsverschuldung aus und unterliegt keinen Bankenhaftungsrisiken nach dem Europäischen Stabilitätsmechanismus.

Damit bietet Liechtenstein ein interessantes Umfeld, um Vermögen mit Blick auf die Zukunft zu sichern und zu entwickeln. Ein Instrument dafür ist die liechtensteinische Stiftung. Zu den häufigsten Formen der Stiftung in Liechtenstein gehört die Familienstiftung, die ihr Vermögen zugunsten von Angehörigen einer oder mehrerer Familien verwendet. Oft werden in Liechtenstein auch Unternehmensstiftungen gegründet, welche in erster Linie zum Halten von Unternehmensbeteiligungen gedacht sind und oft die Funktion einer Holding einnehmen.

Liechtensteinische Stiftung wird in Deutschland anerkannt

Zivilrechtlich entspricht die Rechtsform der Familienstiftung im Fürstentum Liechtenstein hinsichtlich ihrer Struktur und Funktion in etwa einer deutschen rechtsfähigen Stiftung im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Es handelt sich um eine juristische Person, die nicht in Form eines Personenverbands, sondern eines verselbstständigten Zweckvermögens organisiert ist und einen durch den Stifter bestimmten Zweck dauernd fördern soll. Teilweise ist die Gründung schneller möglich als in Deutschland. Seitens der deutschen Finanzverwaltung wird die liechtensteinische Stiftung grundsätzlich als juristische Person anerkannt. Aber: Die deutsche Finanzverwaltung erkennt nur dann die Übertragung von Vermögen auf eine liechtensteinische Familienstiftung an, wenn diese als steuerlich intransparent qualifiziert wird. Daher müssen die Stiftungsdokumente mit größter Sorgfalt abgefasst werden.

In Liechtenstein existieren viele Steuervorteile für Stiftungen

Besonders die steuerlichen Vorteile einer Stiftung nach liechtensteinischem Recht sind weitreichend. Bei der liechtensteinischen Familienstiftung wird keine Erbersatzsteuer fällig, während das Vermögen von Familienstiftungen in Deutschland im Turnus von 30 Jahren dieser besonderen Steuerart unterliegt. Damit wird das Vermögen einer Stiftung unter bestimmten Bedingungen alle 30 Jahren einer fingierten Erbschaftsteuer unterworfen, um die sonst entgangene Steuer im Rahmen des Vermögensübergangs zu erhalten.

Ebenso unterliegt die liechtensteinische Familienstiftung mit ihren Gesamteinkünften einer Ertragsteuer von 12,5 Prozent, während in Deutschland eine Körperschaftssteuerhöhe von 15 Prozent fällig wird.

Wie bei jeder Stiftungserrichtung kommt es auch bei der liechtensteinischen Familienstiftung auf eine zukunftsfähige Gestaltung an. So kann beispielsweise die liechtensteinische Familienstiftung beispielsweise mit einer deutschen Stiftung zur Steuerung einer operativen Gesellschaft kombiniert werden (internationale Doppelstiftung). Die Bandbreite ist groß, auf der Website www.unternehmerkompositionen.com/repertoire/familien-stiftung/liechtensteiner-stiftung der Rechtsanwalts- und Steuerberatungsgesellschaft UnternehmerKompositionen finden Sie zahlreiche weitere Informationen und Beispiele für die Einsatzmöglichkeiten der liechtensteinischen Familienstiftung.

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